Proxy Server: Sinn und Zweck

Wichtige Egenschaften von Proxy Servern im Überblick

Die meisten großen Unternehmen, Organisationen und Universitäten verfügen in diesen Tagen über einen Proxy Server. Dies ist ein Server, der alle Computer im lokalen Netzwerk durchläuft, bevor Sie auf Informationen im Internet treffen. Durch die Verwendung eines Proxy-Servers kann eine Organisation die Netzwerkleistung verbessern und filtern, worauf die Nutzer, die mit dem Netzwerk verbunden sind, zugreifen können.

Ein Proxy-Server verbessert die Internetzugangsgeschwindigkeiten von einem Netzwerk in erster Linie durch die Verwendung eines Cache-Systems. Caching speichert vor kurzem angesehene Webseiten, Bilder und Dateien auf einer lokalen Festplatte, sodass sie nicht erneut von der stammenden Webseite heruntergeladen werden müssen. Während sich Ihr Webbrowser zuletzt betrachtete Artikel auf Ihrem Computer merken könnte, speichert ein Proxy-Server alles, was aus dem Netz abgerufen wurde. Das heißt, wenn Peter um 1:00 Uhr eine Geschichte auf CNN.com sieht und Alex die gleiche Seite um 1:03 Uhr sieht, wird die Seite höchstwahrscheinlich direkt aus dem Cache des Proxy-Servers kommen. Obwohl dies ein super schnelles Zugreifen auf Webseiten bedeutet, heißt es auch, dass die Benutzer die neuesten Updates von jeder Webseite möglicherweise nicht sehen.

Der andere Hauptzweck des Proxy-Servers ist, dass er alles filtert, was in dem Netzwerk erlaubt ist. Während HTTP, FTP und andere sichere Protokolle alle durch einen Proxy-Server gefiltert werden können, ist HTTP dabei das Häufigste. Der Proxy-Server kann begrenzen, auf was die Webbenutzer im Netzwerk zugreifen können. Viele Organisationen entscheiden sich dafür den Zugang zu Seiten mit fragwürdigem Inhalt, wie Hacking und Pornografie, zu blockieren, wobei allerdings auch andere Webseiten gefiltert werden können. Wenn ein Arbeitgeber bemerkt, dass ein Arbeitnehmer zu viel Zeit auf Seiten wie Ebay oder Facebook verbringt, können auch diese Seiten von dem Proxy-Server blockiert werden.

10 Tipps für das intelligente und private Online-Dating

Dating ist ein interessanter Online-Service. Es berührt einen sehr privaten Aspekt unseres Lebens, wird aber per Internet getätigt, was viel Anonymität und private Herausforderungen bietet. Das Dating verändert auch radikal die Art, wie wir einen Ehepartner finden. Früher waren wir es gewohnt, Leute persönlich zu treffen, uns zu verlieben und später herauszufinden, ob wir miteinander kompatibel sind. Durch das Online Dating wird dieses Prinzip auf den Kopf   gestellt, da man zuerst den „Markt“ der Kandidaten durchforstet, die geeignet erscheinen. Anschließend sieht man sie und verliebt sich – oder auch nicht. Die Geschmäcker variieren, manche Leute bevorzugen Online Dating, während andere den traditionellen Weg vorziehen.
Ein unvermeidbarer Aspekt des Online Datings ist dabei, dass man öffentlich bekannt geben muss, dass man auf der Suche nach Gesellschaft ist. Einige Menschen haben damit kein Problem, andere sind dagegen zögerlich. Es gibt allerdings ein paar dinge, die man wissen und über die man nachdenken sollte, bevor man sein Dating-Profil einrichtet.
Ich hatte vor kurzem eine exzellente Gelegenheit, um einige Untersuchungen in dem Bereich anzustellen, ohne irgendwen zu betrügen, was jetzt aber nicht weiter ausgeführt werden muss. Hier kommen meine Beobachtungen und Ratschläge für Singles, die ihre wahre Identität verbergen wollen.

online dating sicherheit

  • Kümmern Sie sich um ihre Privatsphäre – oder denken Sie zumindest genau darüber nach, bevor Sie online gehen. Vielleicht haben Sie eine extrovertierte Persönlichkeit und finden es OK, private Dinge zu veröffentlichen. Aber früher oder später werden Sie auf jemanden treffen, der etwas verrückt wirkt und ein „Nein“ nicht richtig verstehen will. Es ist wesentlich einfacher, solche Leute loszuwerden, wenn diese nicht Ihren realen Namen oder Ihre Kontakt-Informationen kennen.
  • Ihr Alias: Dating-Dienste gehen davon aus, dass Sie ein gewisses Level an Privatsphäre haben möchten und erlauben es darum, dass ihre User unter einem Nicknamen auftreten. Verwenden Sie hierbei allerdings nicht den gleichen Alias, den Sie auch bei anderen Diensten verwenden. So etwas lässt sich leicht googlen und man könnte dann einen anderen Service finden, bei dem Sie mit dem gleichen Alias angemeldet sind und auch Ihre reale Identität angegeben haben.
  • Das Profilbild: die Dating-Dienste mögen unterschiedlich sein, aber fast immer wird ein Profilbild von Ihnen als besonders wichtig erachtet. Manche Dienste benötigen Bilder, auf denen Sie auch wirklich erkennbar sind. Das bedeutet, dass Sie nicht anonym den Leuten gegenüber sein können, die Sie bereits kennen. Der beste Weg ist es, das einfach zu akzeptieren, es gibt aber auch Alternativen. Sie können zum Beispiel ein Profilbild verwenden, dass eine Art von Gefühl vermittelt oder etwas über Ihr Leben aussagt, ohne dass Sie auf dem Bild erkennbar sind. Sie können das Bild aber auch komplett weglassen.

 

  • Verwenden Sie ein einzigartiges Bild. Moderne Suchmaschinen können leicht herausfinden, wo ein bestimmtes Bild bereits veröffentlicht wurde. Das Bild kann dabei als Verbindung zwischen Ihrem Dating-Profil und einem anderen Dienst dienen, bei dem Sie eventuell mehrere persönliche Informationen veröffentlicht haben, als Sie es für das Dating tun wollten. Vergewissern Sie sich darum, dass Sie Ihre Profilbilder nicht mehrfach online nutzen.

 

  • Ihr Bild kann ungewollte Metadaten enthalten. Viele moderne Kameras fügen automatisch den Namen des Besitzers oder selbst Kontakt-Informationen in versteckte Felder digitaler Fotos ein. Profis und angehende Amateure verwenden eventuell Arbeitsschritte, um diese Daten nachträglich einfügen. So etwas ist auch üblich bei geogetaggten Bildern, also Fotos, welche GPS-Koordinaten enthalten. Diese Koordinaten können aber vielleicht zu Ihrem Zuhause führen. Zwar ist es möglich, dass ein Dating-Dienst diese Daten automatisch entfernt, aber es ist besser, auf Nummer Sicher zu gehen und die Einträge selbst zu entfernen, bevor man ein Bild hochlädt.

 

  • Ihre E-Mail: Während Sie manchmal innerhalb eines Dating-Dienstes chatten können, ist es oft wesentlich praktischer, sich über E-Mail weiter auszutauschen. Dass E-Mail-Adressen wie „Vorname.Nachname@irgendwas.de“ ein Sicherheitsproblem darstellen, dürfte niemanden überraschen. Aber selbst eine anonyme Internet-Adresse ist etwas, das Leute googlen können, um Sie dann auf einer anderen Seite zu finden. Richten Sie deshalb ein separates E-Mail-Konto für Ihre Dating-Aktivitäten ein. Das ist sowohl praktisch als auch sicher.

 

  • Chat-Namen und Telefonnummern: Das Folgende gilt eigentlich für alle Arten der Kommunikation. Richten Sie sich spezielle Chat-Konten ein. Holen Sie sich ein günstiges Prepaid-Handy, wenn Sie mit Personen reden oder texten möchten, denen Sie nicht voll vertrauen.

 

  • Unterhaltungen und Inhalte: es besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihre Identität preisgeben, wenn Sie sich mit jemandem unterhalten. Dabei kommen mir zuerst E-Mail-Signaturen und gedankenlos veröffentlichte Informationen in den Sinn. Weniger offensichtlich ist aber vielleicht, dass die Problematik mit Bildern nicht nur Ihre Profilfotos betrifft. Denn jedes Bild, dass Sie mit einer anderen Person teilen, kann gleichermaßen ein Risiko für Ihre Privatsphäre darstellen. Kontrollieren Sie auch die URL-Adressen, wenn Sie Links zu hochgeladenen Bildern oder Videos austauschen. Kann man aus dem Link auf Ihren Cloud-Account schließen?

 

  • Ja, man kann andere Leute googlen! Manche Menschen denken, dass das schlechtes Benehmen wäre, wenn man Informationen über sein Gegenüber per Google sucht. Das ist aber eine sehr veraltete Sichtweise. Sie können andere Leute googlen und müssen damit rechnen, dass Ihr Gegenüber es auch so macht. Machen Sie sich also darauf gefasst, dass die Leute jedes noch so kleine Informationsfitzelchen verwenden werden, das Sie preisgeben, um mehr über Sie zu lernen. So läuft die Welt heutzutage einfach und dagegen anzukämpfen ist zwecklos.

 

  • Zu guter Letzt. Wenn Sie jemanden finden, werden Sie früher oder später aus Ihrem Schneckenhaus gekrochen kommen. Es gibt immer einen Punkt, an dem man Sie dem Anderen einfach vertrauen und Ihre Identität offenlegen müssen. Die Leute wissen halt gerne, mit wem sie sich beschäftigen und Sie können einige Bonus-Punkte sammeln, wenn Sie mutig sind und sich öffnen. Wenn Sie sich zu lange an Ihre Anonymität klammern, vermittelt das einen Eindruck von Misstrauen. Aber natürlich sollten Sie zuerst mit ihrem Dating-Partner eine gewisse Zeit kommuniziert haben, um sich zu vergewissern, dass er oder sie auch geistig normal ist. Und denken Sie daran, dass die meisten Leute in Ordnung sind. Stalker und Störenfriede sind eine Minderheit, die man aber dennoch nicht vergessen sollte.

Das sind ein jetzt ein paar Dinge zum Nachdenken, aber das anonyme Online-Dating ist nicht wirklich schwer. Seit den Snowden-Enthüllung gibt es ohnehin genug Gesprächsstoff über die Privatsphäre im Internet. Es ist schier unmöglich, komplett anonym online unterwegs zu sein, wenn man von einem Geheimdienst überwacht wird. Das hier ist aber völlig anders. Diese Anweisung sind zwar nicht ausreichend, um kriminellen Aktivitäten nachzugehen, helfen aber, um Ihre Anonymität gegenüber Spammern zu bewahren. Dieses Level an Privatsphäre dürfte eigentlich für die meisten User von Online-Dating-Diensten genug sein.